Der Beruf des Schaustellers ist einer der ältesten bekannten Berufe. Schausteller ist im Ursprung derjenige, der besondere Fähigkeiten, teilweise auch Abnormitäten (Kleinwuchs etc.), zur Unterhaltung und Belustigung von Zuschauern demonstriert. Der Schausteller als Beruf ist in Europa seit dem Mittelalter bekannt. Dazu gehören zum Beispiel Seiltänzer, Schlangenmenschen, Feuerschlucker, Jongleure aber auch Wahrsager, Gewichtheber, Kirmes Boxer, Dompteure und Musikanten. Eine besondere Gruppe stellten diejenigen da, die besondere körperliche Auffälligkeiten zur Schau stellten. Bekannt sind die Dame mit Bart, kleinwüchsige Menschen und aufgrund von bestimmten Krankheiten verunstaltete Menschen wie der bekannte "Elefantenmensch".
Schausteller waren und sind auch heute noch selten sesshaft. Sie ziehen von Volksfest zu Volksfest, unterbrochen nur von einer winterbedingten Pause. Als Zusatzgeschäft innerhalb der Winterpause sind mittlerweile die Weihnachtsmärkte dazu gekommen.
Zu den vorgenannten Artisten gehören in Deutschland auch die Betreiber von Fahrgeschäften wie Achterbahnen, Autoscootern, Geisterbahnen, Karussells, Schießständen usw. Diese Aufstellung kann nicht abschließend sein, weil immer wieder neue Attraktionen entwickelt werden. In der Regel geht es dabei immer darum Besucher anzulocken, indem ein besonderer Nervenkitzel geboten wird.
Schausteller sind in den meisten Fällen Multitalente. Sie sind nicht nur Artisten sondern auch Aufbauarbeiter mit technischem Verständnis. Bei den Fahrgeschäften sorgen sie nicht nur für den sorgfälitgen Aufbau komplexer technischer Anlagen, sondern sind dann auch für die Überwachung des reibungslosen Betriebs, die Sicherheit, für Reparaturen aber auch für den Verkauf von Eintrittskarten zuständig. Die Arbeit endet dann mit dem sachgemäßen Abbau der Anlage, der sicheren Verstauung auf Transportfahrzeuge und dem Transport an den nächsten Veranstaltungsort oder dem Lager. Während der Saison gibt es für den Schausteller keine Pause. Es muss auch das Geld verdient werden was das Unternehmen über die Winterpause bringt.
Weitgehend vom Aufwand für Transporte befreit und nicht so saisonabhängig sind natürlich Schausteller, die in Freizeitparks ihren festen Standort haben. Zu den berühmtesten gehört dabei der Wiener Wurstlprater mit seinem berühmten Riesenrad.
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